Thietgaud (ou Theutgaud, en latin Theotgaudus) fut archevêque de Trèves de 847 à sa déposition en octobre 863 lors d'un concile tenu au Latran par le pape Nicolas Ier. Il mourut le 29 septembre 868 en Sabine.

PropertyValue
dbpedia-owl:abstract
  • Thietgaud (ou Theutgaud, en latin Theotgaudus) fut archevêque de Trèves de 847 à sa déposition en octobre 863 lors d'un concile tenu au Latran par le pape Nicolas Ier. Il mourut le 29 septembre 868 en Sabine.
  • Theutgaud († 868; auch: Dietgold, Tietgaud, Tetgaud, Thietgaud) war Erzbischof von Trier, wo er seinem Onkel Hetti (814–847) nachfolgte.Er soll vor seiner Stuhlbesteigung Abt von Mettlach gewesen sein; die Angabe, dass er erst 851 Erzbischof wurde, beruht auf schlechteren Abschriften des Regino; jedenfalls fällt die von ihm ausgestellte Urkunde, das Eigentum des Altars von S. Castor in der Villa Rengsdorf betreffend, vor die Kaiserkrönung Ludwigs (6. April 850).Ein schweres Ungewitter, das am 15. September 857 die Stadt Trier traf, als Theutgaud gerade den Gottesdienst feierte, und bei dem ein großer Hund um den Altar lief, gab den Chronisten Anlass, in solchen Zeichen den üblen Verlauf von Theutgauds Episkopat vorgezeichnet zu sehen.Am 14. Juni 859 nahm Theutgaud an der Synode zu Savonières bei Toul teil, der auch König Karl der Kahle und seine Neffen Lothar und Karl beiwohnten. Verhängnisvoller war seine Beteiligung an der von Erzbischof Gunthar von Köln auf Anordnung Lothars II. in Aachen im Januar 860 gehaltenen Synode, sowie an der folgenden im Februar 860 (ebenfalls in Aachen) gehaltenen größeren Bischofsversammlung, wo er sich von Gunthar verleiten ließ, die Absichten König Lothars hinsichtlich seiner Scheidung von Tietberga und seiner Wiederverheiratung mit Waldrade zu begünstigen.Dasselbe Jahr sah ihn am 22. Oktober auf der Synode zu Thousey bei Toul, die von den Bischöfen aus den Reichen Karls des Kahlen, Lothars II. und des jüngeren Karl besucht wurde. Wahrscheinlich ins Jahr 862 fällt seine Beteiligung an dem Streit des Erzbischofs Hinkmar von Reims mit Bischof Rothad von Soissons, in welcher Angelegenheit er als Primas des belgischen Galliens mit seinen Amtsbrüdern von Köln, Besançon, Arles und Mailand an die Bischöfe im Reiche Ludwigs II. schrieb.Am 29. April 862 erschien er mit seinen drei Suffraganen auf der dritten, in der Ehescheidungssache des Königs Lothar zu Aachen gehaltenen Synode, und ebenso im Juni 863 auf der Metzer Synode, wo er sich gemeinsam mit Erzbischof Gunthar von Köln mit einer Gesandtschaft an Papst Nikolaus I. betrauen ließ. In Rom angelangt, wurden beide Erzbischöfe auf einer Lateransynode (30. Oktober 863) wegen ihrer Begünstigung von Lothars ehebrecherischen Plänen vom Papst ihrer bischöflichen Gewalt entkleidet und exkommuniziert. Erbittert über diese Behandlung begaben sich die beiden nach Benevent zu Kaiser Ludwig II., mit dem sie Anfang 864 nach Rom zurückkehrten, in der Hoffnung, ihre Wiedereinsetzung zu erlangen. Da der Papst unerbittlich blieb, kehrten sie auf des Kaisers Geheiß nach Hause zurück, und Erzbischof Gunthar zelebrierte bereits am Gründonnerstag (30. März) wieder in seiner Kathedrale, indem er sich über die Exkommunikation hinwegsetzte und die Zügel der Regierung seines Stifts wieder ergriff.Theutgaud achtete indessen den päpstlichen Bann und enthielt sich geistlicher Funktionen. Indessen verhandelte er noch im November 866 in Trier mit Lothar, der sich bemühte, durch Vermittlung seiner Reichsbischöfe die Königin Thietberga dazu zu bringen, sich selbst eines erdichteten Verbrechens anzuklagen und den Schleier zu nehmen. Dem Ansinnen der Könige Lothar und Ludwig des Deutschen, Theutgaud wieder in sein Amt einzusetzen, setzte Papst Nikolaus I. beharrlichen Widerstand entgegen. Auch Papst Hadrian II., der Nikolaus am 13. November 864 im Amt gefolgt war, war für diesen Schritt nicht zu gewinnen; doch reichte er Theutgaud am 14. Dezember in der Peterskirche das Abendmahl (die Laienkommunion). Theutgaud, jetzt mittellos, erhielt vom Papst eine Wohnung im Kloster des hl. Gregorius auf dem Clivus Scauri angewiesen, die er, durch ein Traumgesicht geängstigt, bald aufgab. Er zog sich dann ins Sabinerland zurück, wo er mit seinen Begleitern einem Fieber erlag – wahrscheinlich 868 (28. September?), jedoch steht das Datum nicht fest.Die Lebensführung und Amtstätigkeit Theutgauds lässt darauf schließen, dass er ein Mann von geringen Einsichten und schwachem Charakter gewesen ist.
  • Theotgaud (German: Dietgold; died 868) was the archbishop of Trier from 850 until his deposition in 867. He was the abbot of Mettlach prior to his election in 847 to succeed his uncle, Hetto, as archbishop. He took up his post three years later, but was inadequately trained in theology and politically and administratively inept.In 857, the Annales Bertiniani reported that a dog sat on the archiepiscopal throne of Trier, which was interpreted as an omen portending the fall of Theotgaud. In the middle of June 863, Theotgaud and Gunther, Archbishop of Cologne, the two archbishops of Gallia Belgica, presided over a church synod of all the bishops of Lotharingia held at the bequest of Lothair II concerning his abandonment of his first wife Teutberga and his union with a woman named Waldrada. Pope Nicholas I sent apostolic legates to investigate the matter, but Lothair's bishops affirmed that they had advised him to spurn his lawful wife and take another. Theotgaud and Gunther gave grounds for their actions in a letter which they personally brought to Nicholas. He anathematised the council anyway and excommunicated all the bishops. Theotgaud and Gunther continued to defend their actions in a seven-page tome accusing the pope of unjustly banning them. The tome was sent to the rebellious Photius, Patriarch of Constantinople, and to the bishops of Lotharingia. Even the Emperor Louis II, who had secured the pope's election in 858, supported the archbishops. Theotgaud, who is sometimes regarded as a mere tool of Gunther, returned to his diocese to perform his episcopal and pastoral functions for Easter despite the ban. After the king and his bishops had submitted to the pope, the two prelates gave in and went to Rome in penintence (November 864); Nicholas, however, did not accept it. Theotgaud retired to the Sabinerland. On 31 October 867, Nicholas sent letters to Louis the German and all the bishops of East Francia announcing that Gunther and Theotgaud were guilty of seven offences and therefore deposed from their sees and never eligible to hold ecclesiastical office again. After the accession of Pope Adrian II, Theotgaud and Gunther returned to Rome (late 867). Theotgaud was now freed from the ban, but Gunther remained excommunicated until the summer of 869, when, after a public retraction, he was admitted by the pope to lay communion at Monte Cassino. Theotgaud did not long enjoy his reconciliation with Rome. He died in 868 in Rome.
dbpedia-owl:wikiPageID
  • 7710706 (xsd:integer)
dbpedia-owl:wikiPageLength
  • 6354 (xsd:integer)
dbpedia-owl:wikiPageOutDegree
  • 73 (xsd:integer)
dbpedia-owl:wikiPageRevisionID
  • 100835233 (xsd:integer)
dbpedia-owl:wikiPageWikiLink
prop-fr:wikiPageUsesTemplate
dcterms:subject
rdfs:comment
  • Thietgaud (ou Theutgaud, en latin Theotgaudus) fut archevêque de Trèves de 847 à sa déposition en octobre 863 lors d'un concile tenu au Latran par le pape Nicolas Ier. Il mourut le 29 septembre 868 en Sabine.
  • Theutgaud († 868; auch: Dietgold, Tietgaud, Tetgaud, Thietgaud) war Erzbischof von Trier, wo er seinem Onkel Hetti (814–847) nachfolgte.Er soll vor seiner Stuhlbesteigung Abt von Mettlach gewesen sein; die Angabe, dass er erst 851 Erzbischof wurde, beruht auf schlechteren Abschriften des Regino; jedenfalls fällt die von ihm ausgestellte Urkunde, das Eigentum des Altars von S. Castor in der Villa Rengsdorf betreffend, vor die Kaiserkrönung Ludwigs (6.
  • Theotgaud (German: Dietgold; died 868) was the archbishop of Trier from 850 until his deposition in 867. He was the abbot of Mettlach prior to his election in 847 to succeed his uncle, Hetto, as archbishop. He took up his post three years later, but was inadequately trained in theology and politically and administratively inept.In 857, the Annales Bertiniani reported that a dog sat on the archiepiscopal throne of Trier, which was interpreted as an omen portending the fall of Theotgaud.
rdfs:label
  • Thietgaud de Trèves
  • Theotgaud
  • Theutgaud
owl:sameAs
http://www.w3.org/ns/prov#wasDerivedFrom
foaf:isPrimaryTopicOf
is dbpedia-owl:wikiPageWikiLink of
is foaf:primaryTopic of