La Société des Bollandistes est une société savante belge fondée au XVIIe siècle par Jean Bolland dont le but premier est l'étude de la vie et du culte des saints. Fondée à Anvers au temps des Pays-Bas espagnols, la Société des Bollandistes est la plus ancienne société savante toujours en activité en Belgique, et cela depuis sa création.

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  • La Société des Bollandistes est une société savante belge fondée au XVIIe siècle par Jean Bolland dont le but premier est l'étude de la vie et du culte des saints. Fondée à Anvers au temps des Pays-Bas espagnols, la Société des Bollandistes est la plus ancienne société savante toujours en activité en Belgique, et cela depuis sa création.
  • De bollandisten vormen een instituut opgericht door de jezuïeten dat zich bezighoudt met hagiologie, het beschrijven en de teksteditie van de heiligenlevens. Deze worden gebundeld in de Acta Sanctorum, waarvan het eerste deel verscheen in 1643, en in hun eigen tijdschrift Acta Bollandiana. De naam verwijst naar de jezuïet Jean Bolland (1596-1665) die de basis legde.
  • Si indicano con il termine bollandisti un gruppo di gesuiti che ha lavorato nella compilazione degli Acta Sanctorum, una raccolta critica di documenti e dati dei santi distribuite secondo i giorni dell'anno.
  • Se designa con el nombre de bolandistas al grupo de colaboradores jesuitas que prosigue la obra hagiográfica iniciada en el siglo XVII por el sacerdote Jean Bolland (1596-1665) en Amberes, dedicada a la recopilación de todos los datos posibles sobre los santos católicos. Fue su precursor Heribert Rosweyde (1564-1629), que en 1607 publicó en Amberes Fasti Sanctorum introduciendo la idea de la metodología que emplearán los bolandistas: estudio detallado de las fuentes y manuscritos para descubrir la veracidad de las narraciones. Al comenzar la magna colección Acta Sanctorum (Actas de los Santos), al Padre Bolland se le asignaron dos colaboradores: primero Godfrey Henschen -o Henschenius- (1601-1681) y, en 1659, Daniel van Papenbroeck -o Papebrochius- (1628-1714); tal grupo inicial fue bautizado muy pronto con el nombre de bolandistas, perdurando hasta hoy dicha designación y su obra. El grupo se crea con la finalidad científica de recoger y someter a examen crítico toda la literatura hagiográfica existente, valorando las fuentes relativas a los santos incluidos en los martirologios, distinguiendo los datos históricos de los legendarios, de forma que se pudiera llegar a una historia y espiritualidad de los santos y beatos reconocidos por la Iglesia.
  • Болландисты — католическая конгрегация, состоящая преимущественно из учёных—иезуитов, занимающаяся собиранием, сочинением и изданием Житий святых и манускриптов. Получили название по имени одного из основателей Жана Болланда.
  • The Bollandists are an association of scholars, philologists, and historians (originally all Jesuits, but now including non-Jesuits) who since the early seventeenth century have studied hagiography and the cult of the saints in Christianity. Their most important publication has been the Acta Sanctorum (The Lives of the Saints). They are named after Jean Bolland or Bollandus (1596–1665).
  • Die Bollandisten (franz. Société des Bollandistes) sind eine Arbeitsgruppe, die die Lebensgeschichten der Heiligen der römisch-katholischen Kirche in kritischen Ausgaben auf handschriftlicher Grundlage zusammenstellt und mit historisch-kritischem Kommentar in dem Werk Acta Sanctorum veröffentlicht. Die Bezeichnung geht auf den niederländischen Hagiographen und Theologen Johannes Bolland (1596–1665) zurück. Ursprüngliches Ziel war es, die hagiographische Überlieferung durch text- und überlieferungskritische Aufarbeitung vor pauschaler Verwerfung durch den Protestantismus und den rationalistischen Zeitgeist in Schutz zu nehmen.Im Jahre 1603 legte der Jesuit Heribert Rosweyde aus Utrecht (1569–1629) die erste neue Zusammenstellung der Heiligenleben für die Kalendertage des ganzen Jahres vor. Baron Heinrich Julius von Blum war einer der Tatkräftigsten der Gründergeneration dieses Vorhabens, und der 1596 im Limburgischen geborene Johann Bolland, ebenfalls Jesuit, wurde zum nachträglichen Namensgeber der Gruppe. Er bearbeitete in Verbindung mit Gottfried Henschen und Daniel Papebroch die erste Sammlung und weitete sie zu einem Unternehmen aus, das in den nächsten zwei Jahrhunderten eine beachtliche Zahl von Jesuiten beschäftigte. Bolland selbst konnte schon 1643 die ersten beiden Bände des Monumentalwerks Acta Sanctorum vorlegen. Die meisten dieser Jesuiten waren Flamen, und die fortlaufenden Bände erschienen in Antwerpen. Ein maßgeblicher Förderer des Unternehmens war Ferdinand von Fürstenberg (1626–1683), der humanistisch gebildete Geheimkämmerer Papst Alexanders VII. und spätere Fürstbischof von Paderborn und Münster, dem zum Dank die Bände Acta SS Aprilis II von 1675 und Acta SS Maii I von 1680 gewidmet wurden. 1788 wurden die Bollandisten wie der Jesuitenorden insgesamt von der Regierung der österreichischen Niederlande unterdrückt, doch konnte die Arbeit zunächst in Tongerlo fortgesetzt werden, wo noch ein weiterer Band erschien (Acta SS Oct. VI 12–14, Tongerlo 1794). Mit der französischen Besetzung Flanderns 1794 brach die Arbeit bei Band 54 (ActaSS Oktober VII 15–16) ab, wurde dann aber nach der Gründung des belgischen Staates 1837 auf Betreiben des Gründungsrektors der 1835 neugegründeten Katholischen Universität Löwen, des katholischen Theologen, Historikers und Philosophen Pierre François Xavier De Ram (1804–1865), der sich bereits seit seiner Jugend intensiv mit hagiographischen Fragen befasst hatte, zeitweilig selbst als neuer Mitarbeiter vorgesehen war und auch das für die Fortsetzung des Unternehmens maßgebliche Gutachten für die Commission Royale d’Histoire der Königliche Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien verfasste, wieder aufgenommen, nunmehr in Brüssel, wo die Bände ab ActaSS Oktober VII, 1845ff. erschienen. Das Editionsprojekt, das mit einem Bearbeitungszeitraum von über 300 Jahren das ausgedehnteste Langzeitprojekt der abendländischen Wissenschaftsgeschichte sein dürfte, ist mit 69 publizierten Bänden (einschließlich des Index hagiologicus von Rigollot, Paris 1875), die die Heiligen vom 1. Januar bis zum 10. November (ActaSS November IV, 1925) sowie das Synaxarium Ecclesiae Constantinopolitanae, das Martyrologium Hieronymianum und das Martyrologium Romanum umfassen, bis heute nicht abgeschlossen. Als letzter Band erschien 1925 November IV mit den Heiligen des 9. und 10 November. Im Vorwort wird die Beschränkung auf lediglich zwei Tage mit den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen der Nachkriegszeit und mit dem aufgrund des umfangreichen Dossiers der Texte zum Heiligen Martin von Tours allzu großen Umfang des 11. November gerechtfertigt, der den Band stark hätte anschwellen lassen und sein Erscheinen weiter verzögert hätte. Entgegen den im Vorwort geweckten Erwartungen erschien jedoch kein weiterer Band in der kalendarischen Abfolge mehr. Lediglich zwei Bände mit der Edition wichtiger Martyrologien folgten noch 1931 und 1940 (s. unten). Mit dem Erscheinen weiterer Bände ist wohl nicht mehr zu rechnen, da sich das Vorgehen nach Kalendertagen, das dazu führt, Heilige unterschiedlichster Epoche und Provenienz gleichzeitig bearbeiten zu müssen, als unpraktisch erwiesen hat. Die Gesichtspunkte, unter denen die Edition der hagiographischen Texte jetzt vorgenommen wird, haben sich zeitgemäß angepasst an die in der heutigen Geschichtsforschung übliche Arbeitsweise. Die Edition der Heiligenviten erfolgt nicht mehr in kalendarischer Folge in den Bänden der Acta Sanctorum, sondern in loser Folge in der Reihe Subsidia Hagiographica oder in der Zeitschrift Analecta Bollandiana.Als die Vollendung des Werkes in immer weitere Ferne rückte, setzten Versuche ein, auf begrenzter geographischer Grundlage Vollständigkeit zu erreichen. Der Bollandist Josephus Hyppolite Ghesquiere (1731–1802) gab in sechs Bänden die Acta Sanctorum Belgii (1783–1794) heraus. 1888 erschienen die Acta sanctorum Hiberniae ex codice Salmanticensi nunc primum integre edita opera Caroli de Smedt et Josephi de Backer e Soc. Jesu der Bollandisten Charles de Smedt (1831–1911) und Joseph de Backer. Bereits 1750 hatte der Benediktiner Bertholdus Rizelius Mellicensis den ersten und einzigen Band seiner Sancta et beata Austria, seu Acta, et vitæ sanctorum eorum, qui a primo jam inde Christi sæculo ad hanc usque ætatem cum strenue exantlatis in vinea domini laboribus, tum aliis sanctitatis suæ, dum viverent, radiis, eam, quam nunc adpellamus Austriam, regionem olim illustrarunt herausgebracht, der, um zügig voranzukommen, auf kritische Editionen verzichtete und stattdessen aus edierten Quellen nacherzählte Viten der Heiligen des Habsburgerreiches in chronologischer Folge brachte.Auch die Herausgabe der wichtigsten Martyrologien, des Martyrologium Hieronymianum (ActaSS November II 1, 1894; II 2, 1931) und des Martyrologium Romanum (ActaSS Dezember Propylaeum, 1940) innerhalb der Bandfolge, aber außerhalb der kalendarischen Abfolge zeugt bereits von dem Bestreben angesichts der Befürchtung, das angestrebte Ziel nicht mehr erreichen zu können, wenigstens die kultisch bedeutendsten Heiligen vollständig zu erfassen.Die in Brüssel ansässige Société des Bollandistes ist Herausgeberin der Reihen Subsidia Hagiographica (2010 erschien Band 90 in italienischer Sprache), die auch die unentbehrlichen bibliographischen Hilfsmittel der Bibliotheca hagiographica Latina (Subs. Hag. 6, 1898–1901; 70, 1986), der Bibliotheca hagiographica Graeca (Subs. Hag., 8a, 1957; 65, 1984), der Bibliotheca Hagiographica Orientalis (Subs. Hag. 10) und wichtige Handschriftenverzeichnisse enthalten, sowie des Tabularium Hagiographicum (Briefeditionen) und der Zeitschrift Analecta Bollandiana. Neu sind die elektronische Datenbank Bibliotheca Hagiographica Latina manuscripta (BHLms) sowie die Acta Sanctorum Database, durch die das monumentale Corpus online als Volltext zur Verfügung steht.
  • Боландистите са членове на католическо книжовно общество, състоящо се основно от учени-йезуити, занимаващи се със събирането, обработката и издаването на житията на светците и ръкописи. Получават това название по името на един от основателите Жан Боланд.
  • Os Bolandistas (latim: Bollandistæ) são um grupo de jesuítas, que tira seu nome do seu fundador, o padre jesuíta belga Jean Bolland (por vezes aportuguesado para João Bolando) (1596-1665).O grupo dos Bolandistas sofreu perseguições, principalmente quando da supressão dos jesuítas, mas sobreviveu a todas elas. Por suas mãos têm passado todos os martirológios.Esta sociedade de padres foram constituído com a finalidade científica de recolher e submeter a exame crítico toda a literatura hagiográfica existente, completando o que haviam omitido os antigos compiladores, valorizando as fontes relativas aos santos a que se referem os martirológios, distinguindo os dados historicamente verdadeiros dos falsos e lendários, reconstruindo assim a história e a espiritualidade dos que a Igreja reconhece como santos e beatos.O precursor dos bolandistas foi Heriberto Rosweyde (1564-1629). Sua herança foi recolhida pelo jesuíta João Bollando (Jean Bolland). Este sacerdote modificou seu plano inicial, aperfeiçoando-o com a ajuda de Godfrey Henschen (1601-1681). Sua obra maior tem por título Acta Sanctorum (Feitos dos Santos), uma coleção que em 1867 já contava com treze volumes, e que foi reeditada várias vezes.A publicação das Acta Sanctorum foi iniciada em 1643, com os volumes dos santos do mês de janeiro, sendo, então, muito apreciada, inclusive por parte dos protestantes.Em 1723, com a supressão da Companhia de Jesus, foram interrompidas as atividades.Depois da supressão, o abade e a comunidade de Cônegos Premonstratenses da Abadia de Tongerloo, na província de Antuérpia, na Bélgica, empreenderam todos os esforços para continuar a publicação dos Acta Sanctorum e Analecta Belgica, sendo que quatro de seus cônegos colaboraram com os antigos bolandistas nesta gigantesca publicação.A sociedade dos padres bolandistas foi reconstituída entre 1836 e 1838, e em 1845 foi editado o primeiro volume do novo grupo.Em 1882 teve início a publicação dos Analecta Bollandiana ou Analecta Belgica. Em 1891 surgiu o Boletim de Publicações Hagiográficas. E desde 1896 têm eles publicado uma série intitulada Subsidia Hagiographica.Esses padres jesuítas, grandes historiadores, que subvencionados pelo reino da Bélgica, há três séculos vêm pesquisando a hagiografia de modo irrefutável.Atualmente existem núcleos na Bélgica e em Roma, junto à Congregação para a Causa dos Santos.
  • Bollandyści – grupa współpracowników jezuitów, którzy kontynuują prace hagiograficzne zapoczątkowane w XVII wieku przez Ojca Jeana Bollanda (1596 – 1665) w Antwerpii, poświęcone zebraniu i ponownej redakcji wszystkich możliwych danych o katolickich świętych.Prekursorem ruchu był Heribert Rosweyde (1564-1629) (fr.), który w 1607 opublikował w Antwerpii Fasti Sanctorum.W 1643 opublikowane dwa pierwsze tomy Acta sanctorum.
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  • La Société des Bollandistes est une société savante belge fondée au XVIIe siècle par Jean Bolland dont le but premier est l'étude de la vie et du culte des saints. Fondée à Anvers au temps des Pays-Bas espagnols, la Société des Bollandistes est la plus ancienne société savante toujours en activité en Belgique, et cela depuis sa création.
  • De bollandisten vormen een instituut opgericht door de jezuïeten dat zich bezighoudt met hagiologie, het beschrijven en de teksteditie van de heiligenlevens. Deze worden gebundeld in de Acta Sanctorum, waarvan het eerste deel verscheen in 1643, en in hun eigen tijdschrift Acta Bollandiana. De naam verwijst naar de jezuïet Jean Bolland (1596-1665) die de basis legde.
  • Si indicano con il termine bollandisti un gruppo di gesuiti che ha lavorato nella compilazione degli Acta Sanctorum, una raccolta critica di documenti e dati dei santi distribuite secondo i giorni dell'anno.
  • Болландисты — католическая конгрегация, состоящая преимущественно из учёных—иезуитов, занимающаяся собиранием, сочинением и изданием Житий святых и манускриптов. Получили название по имени одного из основателей Жана Болланда.
  • The Bollandists are an association of scholars, philologists, and historians (originally all Jesuits, but now including non-Jesuits) who since the early seventeenth century have studied hagiography and the cult of the saints in Christianity. Their most important publication has been the Acta Sanctorum (The Lives of the Saints). They are named after Jean Bolland or Bollandus (1596–1665).
  • Боландистите са членове на католическо книжовно общество, състоящо се основно от учени-йезуити, занимаващи се със събирането, обработката и издаването на житията на светците и ръкописи. Получават това название по името на един от основателите Жан Боланд.
  • Bollandyści – grupa współpracowników jezuitów, którzy kontynuują prace hagiograficzne zapoczątkowane w XVII wieku przez Ojca Jeana Bollanda (1596 – 1665) w Antwerpii, poświęcone zebraniu i ponownej redakcji wszystkich możliwych danych o katolickich świętych.Prekursorem ruchu był Heribert Rosweyde (1564-1629) (fr.), który w 1607 opublikował w Antwerpii Fasti Sanctorum.W 1643 opublikowane dwa pierwsze tomy Acta sanctorum.
  • Os Bolandistas (latim: Bollandistæ) são um grupo de jesuítas, que tira seu nome do seu fundador, o padre jesuíta belga Jean Bolland (por vezes aportuguesado para João Bolando) (1596-1665).O grupo dos Bolandistas sofreu perseguições, principalmente quando da supressão dos jesuítas, mas sobreviveu a todas elas.
  • Se designa con el nombre de bolandistas al grupo de colaboradores jesuitas que prosigue la obra hagiográfica iniciada en el siglo XVII por el sacerdote Jean Bolland (1596-1665) en Amberes, dedicada a la recopilación de todos los datos posibles sobre los santos católicos.
  • Die Bollandisten (franz. Société des Bollandistes) sind eine Arbeitsgruppe, die die Lebensgeschichten der Heiligen der römisch-katholischen Kirche in kritischen Ausgaben auf handschriftlicher Grundlage zusammenstellt und mit historisch-kritischem Kommentar in dem Werk Acta Sanctorum veröffentlicht. Die Bezeichnung geht auf den niederländischen Hagiographen und Theologen Johannes Bolland (1596–1665) zurück.
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