Hans Jacob Reissner (né le 18 janvier 1874 à Berlin; † 2 octobre 1967 à Colton) est un ingénieur, mathématicien et physicien allemand.

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  • Hans Jacob Reissner (né le 18 janvier 1874 à Berlin; † 2 octobre 1967 à Colton) est un ingénieur, mathématicien et physicien allemand.
  • Hans Jacob Reissner (* 18. Januar 1874 in Berlin; † 2. Oktober 1967 in Colton (Oregon), USA) war ein deutscher Ingenieur, Mathematiker und Physiker.Reissner erlangte nach seiner Schulausbildung in Berlin 1897 den Titel eines Bauingenieurs, nachdem er die dortige Technische Hochschule (heute Technische Universität Berlin) mit Erfolg absolviert hatte. Er ging danach für ein Jahr in die USA, um dort als technischer Zeichner zu arbeiten. Nach seiner Rückkehr studierte er zunächst, bei Max Planck, an der Berliner Universität Physik. 1900 ging er zurück an die Technische Hochschule, um sich 1902 bei Heinrich Müller-Breslau in den Ingenieurswissenschaften mit einer Arbeit über Schwingungen in Fachwerken zu habilitieren. Er wurde Mitarbeiter der Hochschule, arbeitete u.a. aber auch für Ferdinand Graf von Zeppelin und führte dabei Berechnungen für die Strukturen der Luftschiffe durch.1904 bekam er ein Stipendium, um in den USA die Verwendung des Werkstoffes Stahl in der Konstruktion zu studieren, von wo er 1906 zurück nach Deutschland kam, um eine Professur für Mechanik an der Technischen Hochschule in Aachen anzunehmen. Er wandte sich der damals neuen Disziplin der Luftfahrt zu und leitete Grundlagenforschungen ein zu Stabilität und Steuerbarkeit sowie zu Antriebsfragen und richtete das Aerodynamische Institut ein. Seine Arbeiten fasste er in dem richtungweisenden Aufsatz Wissenschaftliche Fragen aus der Flugtechnik zusammen. In dieser Zeit knüpft er Kontakte zu Arnold Sommerfeld. Am 6. Juni 1906 heiratete er Josefine Reichenberger. Das Paar hatte vier Kinder, Max Erich (Eric Reissner), Edgar Wilhelm, Dorothea Gertrud (Thea) und Eva Sabine.Sein erstes Flugzeug, ein großer Stahlrohrdoppeldecker, führte im April 1909 auf der Branderheide bei Aachen mehrere Flüge von über 100 m Länge in einer Höhe von vier bis sechs Metern aus. Ab dem Herbst baute er einen Eindecker in Entenform, d.h. mit hinten liegendem Tragflügel und vorne, an einem Ausleger, sitzendem Leitwerk, die Reissner Ente, die 1912 flog. Pilot war der Schweizer Robert Gsell. Als Besonderheit verwendete Reissner anstelle der üblichen Stoffbespannung das von seinem Kollegen Hugo Junkers gelieferte Leichtmetall-Wellblech als tragende Fläche. Man kann das Flugzeug somit als erstes Ganzmetallflugzeug betrachten.Reissners Bemühungen in Aachen um die Entwicklung des Flugsports und der Flugzeugmodelle, die wissenschaftlich-technischen Forschungen im Bereich Flugzeugbau an der Technischen Hochschule, das öffentliche Interesse sowie die notwendige Koordination eines geplanten Langstreckenflugs nach Berlin führten am 12. März 1911 zur Gründung des Aachener Vereins für Luftschifffahrt. Vier wissenschaftliche Vereine, der Aachener Bezirksverband im Verein Deutscher Ingenieure, die Gesellschaft für Erd- und Witterungskunde, die naturwissenschaftliche Vereinigung zu Aachen und der Elektrotechnische Verein sowie 76 Privatpersonen, darunter neben Reissner die Professoren Junkers, Hertwig, Frentzen, Wallichs, Polis, Rötscher, der Flugpionier Erich Lochner, der amtierende Oberbürgermeister Veltmann, Behördenvertreter, Stadtverordnete, Offiziere und sogar acht Ehefrauen, darunter die Damen Lochner, Polis, Rötscher, Reissner und Delius, zählten zu den Unterzeichnern der Gründungsurkunde. Mehr als 170 Mitglieder traten dem Verein bei und Reissner wurde in den ersten Vereinsvorstand gewählt.1913 folgte er einem Ruf an seine alte Technische Hochschule in Berlin, wo er eine Professur für Mathematik erhielt. Der Entwurf seines Landhauses in Berlin-Charlottenburg stammte von dem Architekten Fritz Crzellitzer. Während des ersten Weltkrieges führte Reissner Strukturberechnungen für die Zeppelin-Staaken Riesenflugzeuge durch und begann mit der Entwicklung von Verstellpropellern. Für seine Arbeiten erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse für Nichtsoldaten. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit der Relativitätstheorie. Er verfasste 1916 den Aufsatz Über die Eigengravitation des elektrischen Feldes nach der Einsteinschen Theorie, wo er eine Lösung der einsteinschen Feldgleichungen angab, die einem elektrisch geladenen schwarzen Loch entspricht. Eine ähnliche Arbeit wurde 1918 von Gunnar Nordström vorgestellt. Diese sogenannte Reissner-Nordström-Metrik ließ sich aus der Maxwell-Gleichung ableiten und wurde als Grundlage für die Quantengeometrodynamik genutzt. Aufgrund seiner Arbeiten stand Reissner auch in Kontakt mit Erwin Schrödinger.1929 traf er mit Moritz Straus zusammen, dem Eigentümer sowohl der Argus-Werke als auch von Horch. Als Reissner unter dem NS-Regime 1935 aufgrund seiner jüdischen Herkunft zwangsweise in den Ruhestand versetzt wurde, schloss er einen Beratervertrag mit der Argus Motoren Gesellschaft und konstruierte Verstellluftschrauben, an deren Weiterentwicklung er bereits seit Beginn der 30er Jahre gearbeitet hatte. Als Straus 1938 im Zuge der „Arisierung“ gezwungen wurde, die Argus-Werke abzugeben, emigrierte Reissner in die USA. Dort baute er sich eine zweite Karriere auf und lehrte von 1938 bis 1944 am Illinois Institute of Technology. Anschließend wechselte er an das Polytechnic Institute of Brooklyn, wo er bis zu seiner Pensionierung 1954 tätig war.In Aachen beschäftigte sich Reissner auch mit der Theorie des Erddrucks.Sein Sohn Eric Reissner war Mechanik Professor am MIT.
  • Ганс Якоб Райсснер (Берлин; 18 января 1874 — † 2 октября 1967 Колтон) — немецкий инженер, математик и физик.
  • Hans Jacob Reissner (Berlino, 18 gennaio 1874 – Colton, 2 ottobre 1967) è stato un fisico e ingegnere tedesco, per la precisione un ingegnere aeronautico la cui vocazione però era la fisica matematica. Durante la Prima guerra mondiale fu insignito con la Croce di ferro di seconda seconda classe (per civili) per il suo lavoro pioneristico riguardo alla progettazione di aeromobili..Durante il Terzo Reich fu capace di lavorare nell'industria degli aeromobili, sebbene non avesse un Arierzeugnis. Nel 1938 emigrò andando via dalla nazione per la quale aveva contribuito così tanto. Egli insegnò all'Istituto di Tecnologia dell'Illinois (1938-1944) e poi al Politecnico della New York University a Brooklyn (1944-1954).Curiosamente, fu questo ingegnere, piuttosto che il fisico o matematico, che per prima risolse l'equazione di Einstein per la metrica di una massa puntiforme con carica. La sua metrica di Reissner-Nordstrom dimostrò che un elettrone ha una singolarità nuda piuttosto che un orizzonte degli eventi.
  • Hans Jacob Reissner, also known as Jacob Johannes Reissner, (18 January 1874 – 2 October 1967) was a German aeronautical engineer whose avocation was mathematical physics. During World War I he was awarded the Iron Cross second class (for civilians) for his pioneering work on aircraft design.
  • ハンス・ライスナー(Hans Jacob Reissner 、1874年1月18日- 1967年10月2日)はドイツのエンジニア、数学者、物理学者である。 ベルリンで生まれた。ベルリンで土木工学を学び、1年ほどアメリカに渡り製図技術者として働いた後、ドイツに戻りベルリン大学でマックス・プランクに物理学を学んだが、1902年に工科大学でハインリッヒ・ミューラー=ブレスロー (Heinrich Mueller-Wroclaw)のもとで機械工学を学んだ。大学の職員となるかたわらフェルディナンド・フォン・ツェッペリンの飛行船の構造計算を行った。1904年に奨学金を得て、アメリカに渡り、金属構造物の研究を行い1906年にドイツに戻った。アーヘン工科大学の機械工学の教授となり、航空機の基礎技術や空気力学の研究に転じた。この時期に物理学者のアルノルト・ゾンマーフェルトと交流があった。1909年4月に鋼管構造の複葉機を製作し、これは4~6mの高度で100mほどの飛行に成功した。同じ年の秋からエンテ型の単葉機の製作を始め1912年に Robert Gsellの操縦で飛行した。この機は主要な部分は鋼製であったが、ヒューゴー・ユンカースの協力によって羽布の代わりに軽合金の板が使われた。1913年からベルリン大学の数学の教授になった。第一次世界大戦中はツェッペリン シュターケンの巨人機の構造計算や定速プロペラの開発に従事した。その功績で鉄十字章を受勲した。同じ頃相対性理論の解に取組み、1916年ライスナー・ノルドシュトロム解と呼ばれることになる、一般相対性理論のアインシュタイン方程式の厳密解についての論文を発表した。この解は1918年にグンナー・ノルドシュトルムも独立して求めた。1929年にモーリッツ・ストラウスに出会い、1935年にアルグス発動機に入り、定速プロペラの開発を行った。1938年にアメリカに移住し、1944年までイリノイ工科大学で教職についた。その後ブルックリン工芸協会(Polytechnic Institute of Brooklyn)に移った。
  • Hans Jacob Reissner (em alemão: Hans Jacob Reißner; Berlim, 18 de janeiro de 1874 — Marion, 2 de outubro de 1967) foi um engenheiro, matemático e físico alemão.Após completar a educação formal em Berlim, formou-se em engenharia civil em 1897, na Escola Técnica de Berlim (atual Universidade Técnica de Berlim). Viajou depois para os Estados Unidos, onde permaneceu um ano, onde trabalhou como desenhista técnico. Após retornar à Alemanha, estudou física na Universidade de Berlim, onde foi aluno de Max Planck. Em 1900 retornou à Escola Técnica de Berlim, onde habilitou-se em 1902, investigando vibração de treliças, orientado por Heinrich Müller-Breslau. Funcionário da escola técnica, foi responsável pelos cálculos estruturais dos dirigíveis de Zeppelin.Em 1904 obteve uma bolsa de estudos para os Estados Unidos, a fim de estudar a aplicação do aço na construção. Retornou à Alemanha em 1906, sendo professor na Universidade Técnica de Aachen. Reorientou seu interesse para o transporte aéreo, onde desenvolveu pesquisas fundamentais sobre estabilidade, dirigibilidade e propulsão, criando o Instituto Aerodinâmico. Teve nesta época contato científico com Arnold Sommerfeld.Pai do também engenheiro e matemático Eric Reissner.Emigrou para os Estados Unidos em 1938, lecionando no Instituto de Tecnologia de Illinois, entre 1938 e 1944, e no Instituto Politécnico do Brooklyn, entre 1944 e 1954.Como engenheiro aeronáutico, Reissner concebeu a primeira aeronave de asa e cauda inteiramente de metal e a primeira hélice de passo controlável.== Referências ==
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  • Hans Jacob Reissner (né le 18 janvier 1874 à Berlin; † 2 octobre 1967 à Colton) est un ingénieur, mathématicien et physicien allemand.
  • Ганс Якоб Райсснер (Берлин; 18 января 1874 — † 2 октября 1967 Колтон) — немецкий инженер, математик и физик.
  • Hans Jacob Reissner, also known as Jacob Johannes Reissner, (18 January 1874 – 2 October 1967) was a German aeronautical engineer whose avocation was mathematical physics. During World War I he was awarded the Iron Cross second class (for civilians) for his pioneering work on aircraft design.
  • ハンス・ライスナー(Hans Jacob Reissner 、1874年1月18日- 1967年10月2日)はドイツのエンジニア、数学者、物理学者である。 ベルリンで生まれた。ベルリンで土木工学を学び、1年ほどアメリカに渡り製図技術者として働いた後、ドイツに戻りベルリン大学でマックス・プランクに物理学を学んだが、1902年に工科大学でハインリッヒ・ミューラー=ブレスロー (Heinrich Mueller-Wroclaw)のもとで機械工学を学んだ。大学の職員となるかたわらフェルディナンド・フォン・ツェッペリンの飛行船の構造計算を行った。1904年に奨学金を得て、アメリカに渡り、金属構造物の研究を行い1906年にドイツに戻った。アーヘン工科大学の機械工学の教授となり、航空機の基礎技術や空気力学の研究に転じた。この時期に物理学者のアルノルト・ゾンマーフェルトと交流があった。1909年4月に鋼管構造の複葉機を製作し、これは4~6mの高度で100mほどの飛行に成功した。同じ年の秋からエンテ型の単葉機の製作を始め1912年に Robert Gsellの操縦で飛行した。この機は主要な部分は鋼製であったが、ヒューゴー・ユンカースの協力によって羽布の代わりに軽合金の板が使われた。1913年からベルリン大学の数学の教授になった。第一次世界大戦中はツェッペリン シュターケンの巨人機の構造計算や定速プロペラの開発に従事した。その功績で鉄十字章を受勲した。同じ頃相対性理論の解に取組み、1916年ライスナー・ノルドシュトロム解と呼ばれることになる、一般相対性理論のアインシュタイン方程式の厳密解についての論文を発表した。この解は1918年にグンナー・ノルドシュトルムも独立して求めた。1929年にモーリッツ・ストラウスに出会い、1935年にアルグス発動機に入り、定速プロペラの開発を行った。1938年にアメリカに移住し、1944年までイリノイ工科大学で教職についた。その後ブルックリン工芸協会(Polytechnic Institute of Brooklyn)に移った。
  • Hans Jacob Reissner (* 18. Januar 1874 in Berlin; † 2. Oktober 1967 in Colton (Oregon), USA) war ein deutscher Ingenieur, Mathematiker und Physiker.Reissner erlangte nach seiner Schulausbildung in Berlin 1897 den Titel eines Bauingenieurs, nachdem er die dortige Technische Hochschule (heute Technische Universität Berlin) mit Erfolg absolviert hatte. Er ging danach für ein Jahr in die USA, um dort als technischer Zeichner zu arbeiten.
  • Hans Jacob Reissner (em alemão: Hans Jacob Reißner; Berlim, 18 de janeiro de 1874 — Marion, 2 de outubro de 1967) foi um engenheiro, matemático e físico alemão.Após completar a educação formal em Berlim, formou-se em engenharia civil em 1897, na Escola Técnica de Berlim (atual Universidade Técnica de Berlim). Viajou depois para os Estados Unidos, onde permaneceu um ano, onde trabalhou como desenhista técnico.
  • Hans Jacob Reissner (Berlino, 18 gennaio 1874 – Colton, 2 ottobre 1967) è stato un fisico e ingegnere tedesco, per la precisione un ingegnere aeronautico la cui vocazione però era la fisica matematica. Durante la Prima guerra mondiale fu insignito con la Croce di ferro di seconda seconda classe (per civili) per il suo lavoro pioneristico riguardo alla progettazione di aeromobili..Durante il Terzo Reich fu capace di lavorare nell'industria degli aeromobili, sebbene non avesse un Arierzeugnis.
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